
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Peter und Paul war in der Klosterbewegung von Cluny im 11.und 12. Jahrhundert das bedeutendste Reformkloster nördlich der Alpen und wurde 1692 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Die baugeschichtlich hochbedeutenden Ruinenanlagen beinhalten Relikte aus unterschiedlichen Baustilen: die gut erhaltene romanische Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war, den gotischen Kreuzgang, die spätgotische Marienkapelle und die Ruine eines Renaissanceschlosses, in deren Mauern bis 1989 die von Ludwig Uhland besungene Ulme zu Hirsau stand.
Zum 900. Jubiläum der Kirchenweihe Peter und Paul wurde 1991 in Zusammenarbeit der Stadt Calw mit dem Badischen Landesmuseum das Klostermuseum eröffnet. Das Museumsgebäude wurde bereits in romanischer Zeit an die Nordseite der Aureliuskirche angebaut und ist ebenfalls ein wichtiges Zeugnis der Klostergeschichte. Die Ausstellung mit zahlreichen Text- und Bildtafeln sowie Fundgegenstände ermöglicht einen guten Einblick in die über 1100 Jahre zurückreichende Hirsauer Klosterkultur, über das Leben der Mönche sowie auch über die Orts- und Sozialgeschichte des Kurorts Hirsau im 19. und 20.Jahrhundert.
Heute finden in den Klosteranlagen im Sommer die Klosterspiele Hirsau und die dazugehörenden Aurelius-Konzerte statt. Die beeindruckenden Aufführungsorte, die Verpflichtung namhafter Bühnen und Orchester, sowie der interessante Spielplan ziehen jährlich über 6.000 Besucher an.
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