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Mit dem E-Bike durch den Schwarzwald: Die schönsten Touren

Der Schwarzwald ist bekannt für seine dichten Wälder, malerischen Täler und idyllischen Seen. Aus diesem Grund ist er schon seit langer Zeit ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel für Wanderer. Eine gute Möglichkeit, das Naturparadies zu erobern, bieten jedoch auch E-Bikes. Die Fahrräder mit dem Akku produzieren so gut wie keine Emissionen und ermöglichen es, steile Hügel und Gegenwind nahezu spielerisch zu bewältigen. Deshalb sind sie vor allem für längere Touren durch den Schwarzwald perfekt geeignet. Das sind die beliebtesten Routen durch Deutschlands beliebtestes Mittelgebirge.

Der Gipfeltrail: 140 Kilometer durch die schönsten Orte

Beim Gipfeltrail handelt es sich um eine der bekanntesten Touren im Hochschwarzwald. Ursprünglich wurde die Route für erfahrene Mountainbiker konstruiert, doch mit einem gutem E-Bike lässt sich die Tour fast spielerisch bewältigen.

Anders als klassische Fahrräder sind sie zwar teurer, bringen aber zusätzlich zum Motor noch viele andere Features mit. Welcher Formfaktor in Frage kommt, welche Leistung benötigt ist, und wie viel Technik im Rad gewünscht ist, ist von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich. Wer zum ersten Mal zu einem elektrisch angetriebenen Fahrrad greift, kann sich mit der vollständigen Beratung zum Thema E-Bike einen guten Überblick schaffen, um das passende Modell zu finden.

Dafür ist es nicht zwingend erforderlich, viel Geld für ein hochwertiges E-Bike zu bezahlen. Denn zum einen gibt es in der Region zahlreiche Verleihstationen und zum anderen ist es in Deutschland seit 2012 für jeden Arbeitnehmer möglich, dank E-Bike Leasing zum Traumbike zu kommen. Im Vergleich zum Direktkauf lassen sich auf diese Art und Weise bis zu 40 Prozent vom Kaufpreis sparen.

Für den Gipfeltrail sollten auch erfahrene E-Biker zumindest einen vollen Tag in ihrem Urlaub einplanen, um die atemberaubenden Fernblicke so richtig genießen zu können. Dank zahlreicher Hütten und Berggasthöfe lässt sich der Gipfeltrail auch als Mehrtagestour befahren. Auf diese Art und Weise ist es möglich, auch einige Zwischenstopps einzulegen und sich die Schönheit der Gegend ganz genau zu Gemüte zu führen.

Gemütliche Tour mit vier Tagesetappen

Der gesamte Gipfeltrail umfasst etwas mehr als 138 Kilometer und insgesamt exakt 3.844 Höhenmeter. Die Route kann entweder über die West- oder die Ostroute in Angriff genommen werden. In gemütlichen Abschnitten lässt sich der Gipfeltrail mit dem E-Bike in vier Tagestouren befahren.

Startpunkt der Tour ist der Bahnhof in Neustadt. Die erste Etappe mit einer Länge von etwa 40 Kilometer führt von Neustadt über Titisee und Hinterzarten zum Notschrei. Entlang der Strecke befindet sich unter anderem das Kriegerdenkmal Todtnau sowie das Haus der Natur am Feldberg.

Am zweiten Tag sind knapp 46 Kilometer bis nach Bernau zu bewältigen. Der Weg führt über ursprüngliche Wälder und abgeschiedene Hochweiden. Auf den Stübenwasen ist es bei klarer Sicht möglich, die Alpen zu erblicken. Da es auf dieser Etappe kaum natürliche Wasserquellen gibt, sollte jedoch die eigene Wasserflasche vor der Abfahrt gut befüllt werden.

Bei der dritten Etappe lohnt es sich im Sommer, die Badesachen einzupacken. Denn der rund 26 Kilometer lange Weg führt vorbei am Schluchsee und am Schlüchtsee. Im Frühjahr und im Herbst bietet sich hingegen eine ausführliche Besichtigung der Badischen Staatsbrauerei Rothaus an, bei der auch die eine oder andere Kostprobe nicht fehlen darf.

Blick vom Hochfirst
Foto: Pixabay.com © Pixel-mixer Public Domain
Der Hochfirst bietet nicht nur einen fantastischen Ausblick, sondern begeistert Urlauber im Sommer auch mit der Sommer-Sonnwendfeier.

Am vierten und letzten Tag geht es auf insgesamt 28 Kilometern von Rothaus über Lenzkirch nach Neustadt. Auf der Route liegt unter anderem der im Jahr 1888 errichtete Hochfirstturm in Titisee-Neustadt. Die Aussicht bietet einen imposanten Blick auf das Feldbergmassiv, auf den Titisee und sogar bis zu den Alpen. Wer im Juni auf der Route unterwegs ist, sollte den 21. Juni für die Sommer-Sonnenwendfeier auf dem Hochfirst im Berggasthaus Hochfirst einplanen.

Mehr als 8.500 Kilometer stehen E-Bikern im Schwarzwald zur Verfügung

Der Schwarzwald ist das größte Mittelgebirge Deutschlands und steht für völlig unterschiedliche Naturlandschaften, zu denen auch Ebenen und Flusstäler gehören. Für Einsteiger gibt es zahlreiche Touren durch die aufregende Gegend, die in etwa zwei bis drei Stunden mit dem E-Bike bewältigt werden können.
Besonders beliebt ist beispielsweise die kleine Ettlinger-Runde. Für die etwa 20 Kilometer lange Tour sollten etwa zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Startpunkt ist der Freibad-Parkplatz in Albgau-Freibad Ettlingen. Die Route führt über den Kreuzelberg und den Wattkopf. Den Höhepunkt bildet die rasante Abfahrt über die Kehren des Heuwegs hinunter ins Albtal.

Fantastische Ausblicke bietet darüber hinaus die Ettenheimer Panorama-Tour. Start der rund 20 Kilometer langen Route ist der Parkplatz "Auf den Espen" beim Bauhof. Auf dem Weg liegt unter anderem der Heubergturm, der eine herrliche 360 Grad-Rundumsicht über den Kaiserstuhl und die Rheinebene bis hin zu den Vogesen bietet.

Interessante Zeitzeugnisse gibt es auf dem Bähnle-Radweg zu sehen. Die etwa 30 Kilometer lange Strecke führt entlang einer stillgelegten Bahntrasse von Titisee-Neustadt über Lenzkirch nach Bonndorf. Auf den Schautafeln entlang der Strecke finden Interessierte Informationen zur Geschichte der Eisenbahn im Schwarzwald. Da die Route sehr eben verläuft und nur geringe Steigungen aufweist, ist sie auch für Anfänger perfekt geeignet.

Harte Touren für anspruchsvolle E-Biker

Die Ferienregion Schwarzwald hält auch einige Routen für alle bereit, die die sportliche Herausforderung suchen. Mit elektronischer Unterstützung durch den Akku lassen sich diese Routen jedoch auch für weniger Geübte gut bewältigen.

Großer Beliebtheit erfreut sich unter anderem die große Felsen-Runde. Start- und Endpunkt der Tour ist der Rathausplatz in Bad Herrenalb. Über das Skiheim im oberen Gaistal und die Hahnenfalzhütte führt ein erster Anstieg von 380 Metern zur Langmartskopf-Hütte mit herrlichem Panorama von der Hornisgrinde bis zu den Nordvogesen.

Oberhalb des malerischen Ortes Reichental geht es dann vorbei an den Orgelfelsen. Auch wenn die Tour „nur“ rund 43 Kilometer lang ist, sollten aufgrund der rund 1.400 Höhenmeter mindestens 12 bis 13 Stunden für die Bewältigung eingeplant werden.

Wer an den folgenden Tagen noch genug Energie hat, kann auch noch die Hornberg-Schwarzwaldbahn-Tour in Angriff nehmen. Die etwa 44 Kilometer lange Route führt vorbei an alten geschichtsträchtigen Felsen mit vielen Aussichtspunkten auf die historische Schwarzwaldbahnstrecke.

Startpunkt der Tour ist der gebührenfreie Parkplatz beim Viadukt Hornberg. Einkehrmöglichkeiten gibt es unter anderem in der Wasserfallstadt Triberg. Die größte Attraktion dort sind Deutschlands höchste Wasserfälle, die sich in sieben Fallstufen 163 Meter hinunter ins Tal stürzen. Die Besichtigung dieses einzigartigen Naturspektakels sollte zeitlich unbedingt in die Tour eingeplant werden.

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